Anhängelast?

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    • Anhängelast?

      Mein Nachbar behauptete dieser Tage, sein Tiguan R-Line aus 2017 (Vorführweagen vom Händler) sei eine wenige Exemplare unfassende Sonderserie mit Komplettausstattung,
      bei der VW hätte zeigen wollen, was alles machbar wäre.
      Er habe angeblich fast 300 PS und er dürfe bis zu 2,8 to an den Haken nehmen.
      Ich kann das nicht so recht glauben, weiß hier jemand mehr?

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    • Definition Anhängelast

      Was ist die Anhängelast denn überhaupt? Die Anhängelast ist definiert als die tatsächliche Masse eines Anhängers, den ein bestimmtes Kraftfahrzeug hinter sich herzieht. Sie wird gelegentlich auch als „Zuglast“ eines Pkw oder Lkw bezeichnet.

      Da es riskant sein kann, wenn ein Fahrzeug einen Anhänger durch den Straßenverkehr bewegt, welcher für das Kraftfahrzeug zu schwer ist, sieht die Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung (StVZO) für die Anhängelast maximal zulässige Werte vor.

      Weil eben nicht die zulässige Gesamtmasse des Anhängers, sondern seine tatsächliche Masse für die Anhängelast entscheidend ist, können Sie auch einen Anhänger ziehen, dessen zulässige Gesamtmasse höher ist als die zulässige Anhängelast Ihres Kraftfahrzeugs. Dann dürfen Sie entsprechend weniger Ladung auf dem Anhänger transportieren als maximal erlaubt ist.Welche zulässigen Gewichte und Lasten sind bei Anhängern relevant?
      Um Ihnen den Überblick zu erleichtern, finden Sie hier alle Definitionen zu Gewichten und Lasten, welche Sie berücksichtigen müssen, wenn Sie mit Anhängern fahren wollen:

      Was gibt es neben der Anhängelast für relevante Lasten beim Anhängertransport?
      Was gibt es neben der Anhängelast für relevante Lasten beim Anhängertransport?
      Die zulässige Gesamtmasse beschreibt das Gewicht, welches ein leeres Fahrzeug zusammen mit seiner Ladung maximal auf die Waage bringen darf. Ob Sie ein Gespann aus einem Zugfahrzeug und einem Anhänger mit Ihrer Fahrerlaubnisklasse führen dürfen, hängt von der zulässigen Gesamtmasse des Gespanns ab.

      Das Leergewicht gibt die Masse eines Fahrzeuges an, wenn sich außer dem Fahrer und der notwendigen Ausrüstung keine weiteren Personen oder Gegenstände an Bord befinden und der Tank zu 90 % gefüllt ist. Bei dem Leergewicht eines Anhängers wird lediglich die Masse des Fahrzeuges angegeben.

      Die tatsächliche Gesamtmasse gibt an, wieviel ein Fahrzeug zusammen mit seiner Ladung wiegt. Dieser Wert entspricht minimal dem Leergewicht und darf maximal die zulässige Gesamtmasse betragen. Diese tatsächliche Gesamtmasse ist für die maximale Anhängelast relevant und verteilt sich auf die Achslasten und die Stützlast.
      Die Stützlast bezeichnet das Gewicht, welches auf der Anhängerkupplung des ziehenden Fahrzeuges aufliegt. Sie tritt nur bei Anhängern auf, deren Gewicht nicht komplett von ihren Achsen getragen wird.

      Die Achslast ist das Gewicht, welches auf jeder Achse eines Fahrzeuges lastet. Sie wird ermittelt, indem von der tatsächlichen Gesamtmasse zuerst die Stützlast abgezogen wird und der verbliebene Rest durch die Zahl der Achsen des Hängers geteilt wird.

      Wovon hängt bei einem Pkw die zulässige Anhängelast ab?

      Der § 42 Absatz 1 der StVZO gibt alle wichtigen Regeln für die Anhängelast vor. Demnach gilt für die zulässige Anhängelast von normalen Personenkraftwagen Folgendes:

      Ein Geländewagen kann mit 3,5 t Anhängelast behängt sein, was das Maximum für einen Pkw ist.
      Ein Geländewagen kann mit 3,5 t Anhängelast behängt sein, was das Maximum für einen Pkw ist.
      Die Obergrenze für sämtliche Pkw sind 3,5 Tonnen Anhängelast. Schwerer darf ein Anhänger samt seiner Ladung für Autos unter keinen Umständen sein.
      Zusätzlich darf die Anhängelast bei einem Pkw nicht höher sein als die zulässige Gesamtmasse des Kraftfahrzeuges.
      Dies bedeutet jedoch nicht, dass jedes Auto seine maximal zulässige Gesamtmasse als Anhänger hinter sich herziehen darf. Je nachdem, wie das Auto gebaut ist und wie stark sein Motor ist, kann die zulässige Anhängelast auch unter der zulässigen Gesamtmasse des Kfz liegen. Dieser Wert wird in der StVZO bezeichnet als: „vom Hersteller des ziehenden Fahrzeugs angegebenen oder amtlich als zulässig erklärten Wert“.
      Auch wenn ein Kraftfahrzeug an und für sich hohe Lasten ziehen dürfte, kann es sein, dass seine Anhängerkupplung dies nicht verkraften würde. Wie stark die Zugkraft sein darf, welche die Kupplung verträgt, drückt ihr sogenannter D-Wert aus, welcher für ihre „Dauerfestigkeit“ steht.
      Wenn der Anhänger eine eigene Bremse besitzt, dann liegt der zulässige Wert für die Anhängelast in der Regel höher als bei ungebremsten Anhängern.

      Für die Anhängelast gelten bei Geländewagen beziehungsweise Sport Utility Vehicles (SUV) jedoch andere Regeln, da diese stärkere Motoren sowie Allradantrieb haben und damit auch schwerere Anhängelasten sicher transportieren können. Anders als bei normalen Pkw darf bei einem Geländewagen die Anhängelast das 1,5-fache seiner zulässigen Gesamtmasse betragen.

      Ein Geländewagen kann also mit maximal 3,5 Tonnen Anhängelast unterwegs sein, wenn seine eigene zulässige Gesamtmasse mindestens 2,33 Tonnen beträgt. Vorrausetzung dafür ist aber, dass der Anhänger eine eigene Bremse besitzt, die Kupplung einen ausreichenden D-Wert hat und das individuelle Fahrzeugmodell für solche Anhängelasten zugelassen ist.

      Da die Gesamtmasse des Zuges mit 5,83 Tonnen allerdings über 4,25 Tonnen liegt, reicht dafür auch ein B-Führerschein mit Schlüsselzahl 96 nicht mehr aus. Hierfür benötigen Sie bereits eine BE-Fahrerlaubnis.

      Welche Eigenschaften ein Automodell aufweisen muss, um als solcher Geländewagen zu gelten, wird in der Richtlinie 70/156/EWG definiert:

      Mindestens eine Vorder- und eine Hinterachse lassen sich gleichzeitig antreiben.
      Das Fahrzeug benötigt mindestens eine Differenzialsperre und muss eine Steigung von 30 % überwinden können.

      Das Fahrzeug muss fünf von insgesamt sechs weiteren Anforderungen erfüllen, welche sich auf Überhangwinkel und die Bodenfreiheit beziehen.

      VW Tiguan ungebremst: 750kg gebremst je nach Modell und Leistung: 1800–2500kg

      Grüße Matzfetter

      :) Grüße Matzfetter :thumbup:

      Das Leben ist zu kurz um schlechten Wein zu trinken.
    • Matzfetter schrieb:

      Hallo zusammen,

      der Bauart bedingt ist bei 2500 kg mit dem 240 Diesel PS schluß.
      Einzige Möglichkeit ist, das er eine Steigungsbedingte Zulässige
      Gewichtserhöhung bis 2800 kg bei Max 7% Steigung meint.

      Grüße Matzfetter

      2,5 to hatte ich auch im Kopf!
      Der Tiguan meines Nachbarn hat eine Zulassung als Geländewagen.

      Ich darf bei meinem eigenen Tiger z.B. bis 8% Steigung noch mal 200kg obendrauf packen, die Stützlast (100kg) wird dem Zugfahrzeug zugeschlagen und so dürfte ich auch theoretisch
      einen 2100 kg schweren Anhänger ziehen.
      Ich hatte auch mal beim TÜV gefragt und der Prüfer meinte zunächst, er würde mir die Anhängelast erhöhen, wenn die Kupplung (D-Wert) das hergeben würde.
      Als er dann aber das z.GG. von Zugfahrzeug (2110 kg) gesehen hat, meinte er, dass das nicht möglich sei.
      Also genau so, wie von Matzfetter zuvor beschrieben.
    • ich denke, wenn wir 2500 kg an den Haken nehmen, wirken da schon heftige Kräfte auf den Fahrzeugrahmen und damit sollte es wohl gut sein - der Tiguan ist ja ein SUV und kein Geländewagen mit Leiterrahmen.

      VG Uwe

      Tiguan 2.0 TSI DSG 4-Motion Highline R-Line DCC 20 Zoll Suzuka indiumgraumetallic
      Tiguan 1.4 TSI Sound 20 Zoll Kapstadt indiumgraumetallic

    • hilgen-de schrieb:

      ich denke, wenn wir 2500 kg an den Haken nehmen, wirken da schon heftige Kräfte auf den Fahrzeugrahmen und damit sollte es wohl gut sein

      200% Zustimmung - Ich hatte kürzlich wohl so 1500 kg nassen Sand im 1300er Anhänger am Haken und der 2WD scharrte beim Anfahren mit den Hufen und kam auf der nassen Straße kaum weg.
      Da wären wohl Allrad und einige Pferde mehr die Wahl der Vernunft gewesen!?